Der Tenor Wolfgang Ablinger-Sperrhacke, der Bariton Christian Gerhaher, der Dirigent und Organist Hansjörg Albrecht und der Rechtsanwalt Dr. Wolfram Hertel von der Initiative Aufstehen für die Kunst kamen am 24. Februar 2021 im Carl-Amary-Saal im Münchner Gasteig zu einer Pressekonferenz zusammen. Zugeschaltet aus Spanien war der Tenor Kevin Conners.

Die Initiative Aufstehen für die Kunst verlangt „eine rechtliche Überprüfung, inwieweit infektionsschutzrechtliche Beschränkungen kultureller Aktivitäten mit der im Grundgesetz verankerten Kunstfreiheit vereinbar sind“. Rund 3000 Vertreter der Kulturszene unterstützen das Begehren.

In der Begründung ihres Begehrens hielten die Künstler ein beeindruckendes Plädoyer für die Freiheit der Kunst und ihre Bedeutung.

Christian Gerhaher
Christian Gerhaher

»Wie kann man den Theatern mit ihren hervorragenden Hygienekonzepten und ihren überragenden Klimatisierungs-Möglichkeiten gerade in diesen Zeiten nicht nur nicht vertrauen wollen, sondern nicht auf sie setzen – als sinnstiftende und die Gesellschaft im Inneren zusammenhaltende Vermittler von Werten, die genau zwei Dinge verhindern helfen könnten, wovon die Politik doch so häufig mit Grauen spricht: Der Spaltung unserer Gesellschaft und der Verfall ihres Bildungsniveaus.«

Kevin Conners
Kevin Conners

»Darf man Goethe, Schiller, Wagner, oder Bach einfach wegsperren? Das Theater, im Auftrag der Regierung, bietet einen Ort der Begegnung an, wo der Zuschauer die Welt durch andere Augen sieht. Hier findet eine politische und moralische Auseinandersetzung statt. Hier wird alles nachgefragt oder in Frage gestellt. Im Theater übt man die Kunstfreiheit aus.«

Wolfgang Ablinger-Sperrhacke
Wolfgang Ablinger-Sperrhacke

»Deutschland hat auf Grund seiner Geschichte eine besondere Verantwortung für die Kunstfreiheit, ist diese doch seit 1949 auf Grund der Erfahrungen im Nationalsozialismus im Grundgesetz verankert… Deutschland muss sich diesem schwierigen historischen Erbe stellen und ihm gerecht werden. Es sollte Vorbild für Europa sein, anstatt der Darstellenden Kunst Ihre Lebensgrundlage zu entziehen.«

Als Vorbild hat sich die Initiative die Wiener Secession gewählt, die 1897 von einer Künstlergruppe um Gustav Klimt gegründet wurde. Ihr hat sie auch das Motto entlehnt.

Weitere Informationen zur Initiative Aufstehen für die Kunst und die Pressekonferenz zum Nachhören unter: aufstehenfuerdiekunst.de

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