News | 28.07.2020

DOV fordert mehr Lehr­an­ge­bote für Orches­ter­ma­nager

von Redaktion Nachrichten

28. Juli 2020

Die Deutsche Orchestervereinigung fordert neue Ausbildungsangebote für Orchestermanager, da diese zunehmend nur noch Seiteneinsteiger aus anderen Berufsfeldern einstellen.

Die Deut­sche Orches­ter­ver­ei­ni­gung (DOV) sorgt sich um einen quali­fi­zierten Nach­wuchs im Orches­ter­ma­nage­ment. Das Lehr­an­gebot an den Hoch­schulen werde immer weiter ausge­dünnt, erklärte DOV-Geschäfts­führer Gerald Mertens am Dienstag. „Bundes­weit gibt es nur einen einzigen Master­stu­di­en­gang für Theater- und Orches­ter­ma­nage­ment in am Main“, betonte er. Die Freie Univer­sität habe das entspre­chende Angebot im Kultur­ma­nage­ment bereits vor Jahren einge­stellt. Auch der Master­stu­di­en­gang für Kultur- und Touris­mus­ma­nage­ment an der Europa-Univer­sität in Frank­furt (Oder) laufe jetzt aus.

Orchester

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Die Hoch­schulen müssten neue Ausbil­dungs­an­ge­bote für Orches­ter­ma­nager schaffen, forderte Mertens. „Sonst über­lässt man eine hoch­kom­plexe Führungs­auf­gabe zwischen Musik und Manage­ment zuneh­mend nur noch Seiten­ein­stei­gern aus anderen Berufs­fel­dern.“ Das wäre für die Entwick­lung der deut­schen Orches­ter­land­schaft mit ihren 129 Theater- und Konzert­or­ches­tern nicht gerade die beste Perspek­tive, sagte er. Aktuell sei es etwa dem Deut­schen Symphonie-Orchester Berlin inner­halb eines Jahres nicht gelungen, einen geeig­neten Orches­ter­di­rektor zu finden.

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