Der Bassbariton Jean Philippe Lafont und die Wiener Symphoniker gedenken des 150. Todestages von Hector Berlioz.Erregte Künstlerseele

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Zum 150. Todestag von Hector Berlioz legen Philippe Jordan und die Wiener Symphoniker zwei Werke des notorischen Klangexzentrikers und Orchesterzauberers vor, die zwar innerhalb kurzer Zeit geschrieben wurden, stilistisch aber kaum unterschiedlicher hätten ausfallen können: die allseits bekannte Symphonie Fantastique und der nahezu vergessene Lélio.

Die Wiener Symphoniker am Bodensee (© Andreas Balon)

Die Kombination macht dramaturgisch und inhaltlich Sinn, in beiden Stücken geht es um die psychisch erregte Seele des Künstlers mit ihren bizarren Imaginationen und Selbstbespiegelungen, im Falle von Lélio auch mit einem dezent esoterischen Touch versehen. Als knapp einstündiger gesprochener Monolog mit einigen Lied- und Choreinschüben konzipiert, setzt Lélio stilistisch einen klaren Kontrast zu den überbordenden Klangfluten der Fantastique. Von den Solisten ist vor allem der Bassbariton Jean-Philippe Lafont in der Rolle des Erzählers hervorzuheben. 

Hector Berlioz: „Symphonie fantastique op. 14“, „Lélio ou Le retour à la vie“, Cyrille Dubois, Florian Sempey, Ingrid Marsoner u.a., Wiener Symphoniker, Philippe Jordan (Wiener Symphoniker)

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