Dmi­tri Schosta­ko­witsch konn­te über­all kom­po­nie­ren. Er schrieb schnell und arbei­te­te meist an meh­re­ren Wer­ken gleich­zei­tig. 1958 sorg­te er mit einer Ope­ret­te für Erstau­nen. Er fin­de, dass ein ernst­haf­ter Kom­po­nist sei­ne Kräf­te in jedem Fach erpro­ben sol­le, recht­fer­tig­te er sich. „An popu­lä­ren Kom­po­si­tio­nen ist nichts Schlech­tes und erst recht nichts Gefähr­li­ches.“ Zwar ist in einem Brief an sei­nen Freund Isaak Glik­man auch von „Scham“ zu lesen. Aber Mos­kau, Tscher­jo­musch­ki über die All­tags­sze­nen in einer Mos­kau­er Tra­ban­ten­sied­lung errang mit sei­nen hei­te­ren, ein­präg­sa­men Melo­di­en gro­ße Beliebt­heit. Das Inter­na­tio­na­le Opern­stu­dio der Ham­bur­ger Staats­oper hat sich das Werk vor­ge­nom­men. Vera Nemi­ro­va setzt es mit Son­ja Nemi­ro­va in der Rei­he ope­ra sta­bi­le in Sze­ne, und Rupert Bur­l­eigh diri­giert. Wei­te­re Auf­füh­run­gen gibt es am 22., 23., 25., 26., 28. und 29. Juni sowie am 6., 8. und 11. Sep­tem­ber. 

www.staatsoper-hamburg.de

 

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Ruth Renée Reif
Das „flüchtige Ereignis“ in crescendo anzukündigen, ist die Aufgabe von Ruth Renée Reif: Als Erleben-Redakteurin spürt sie mit detektivischem Eifer packende, hören- und sehenswerte Veranstaltungen für uns auf. Ruth Renée Reif studierte in Wien Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte und ist seit 1987 in München als freie Journalistin und Publizistin tätig. Zu ihren Veröffentlichungen zählen eine Biografie über die Sängerin Karan Armstrong, ein historisches Porträt der Stuttgarter Philharmoniker sowie zahlreiche Gespräche mit Musikern, Schriftstellern und Philosophen.

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