Jean-Jacques Annaud

Notre-Dame in Flammen

von Ruth Renée Reif

23. Juni 2022

Der Film »Notre-Dame in Flammen« von Jean-Jacques Annaud hat am 24. Juni 2022 in München seine Deutschland-Premiere.

Am 15. April 2019 kam plötz­lich die Meldung, Notre-Dame stehe in Flammen. Die Feuer­wehr versuche, den Einsturz des Nord­turms zu verhin­dern, und die Glocken zahl­rei­cher Pariser Kirchen läuteten für die Kathe­drale. Der Film Notre-Dame brûle (Notre-Dame in Flammen) von Jean-Jacques Annaud zeichnet die Ereig­nisse nach.

Trailer zu Jean-Jacques Annauds Film Notre-Dame brûle

Die Pariser Kathe­drale Notre-Dame, deren Grund­stein 1163 gelegt wurde, gehört zum Welt­kul­tur­erbe der UNESCO. Ludwig VII. und der Domherr Maurice de Sully wünschten sich auf der Ile de la Cité eine ähnliche Kirche wie die des Abtes von Saint-Denis. Über 150 Jahre betrug die Bauzeit, die sich über alle Stil­phasen der Gotik erstreckte.

Ihre erste große Restau­rie­rung erfolgte im 19. Jahr­hun­dert, ausge­löst von Victor Hugos Roman Der Glöckner von Notre-Dame. Eine weitere Restau­rie­rung folgte in den 1990er-Jahren. Und im April 2019 begann eine erneute Restau­rie­rung, die jedoch fatal endete. Es kam zu einem Brand, bei dem der aus Eichen­holz gefer­tigte Dach­stuhl größ­ten­teils verbrannte. Der Vierungs­turm stürzte in sich zusammen, und auch das Gewölbe der Haupt­schiffe brach teil­weise ein.

Regis­seur von Der Name der Rose, und Sieben Jahre in Tibet: Jean-Jacques Annaud

Jean-Jacques Annaud stellt in seinem span­nenden Kata­stro­phen­film mit Samuel Labarthe, Jean Paul Bordes, Mikaël Chiri­nian, Jules Sadoughiden Ablauf des Brandes minu­tiös nach. Vom ersten Alarm, der für einen Fehl­alarm gehalten wurde, bis zur späten Entde­ckung des Feuers spannt er den Bogen. Die Ereig­nisse jenes Abends zeigt er als Verket­tung von fatalen Zufällen, Versäum­nissen und Miss­ge­schi­cken.

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Weitere Informationen zur Deutschland-Premiere von Jean-Jacques Annauds Film Notre-Dame in Flammen am 24. Juni 2022 beim Filmfest in München auf: www.filmfest-muenchen.de

Fotos: Mickael Lefevre