Theater Bielefeld, Premiere 06.10.2018

La Traviata

von Sonja Hanuschik

17. Dezember 2018

Pres­se­stimmen

„Es ist eine außer­ge­wöhn­lich acht­same Insze­nie­rung. Nadja Loschky (Regie), Katrin Connan (Bühne) und Katha­rina Schlipf (Kostüme) haben (…) Gesangs­en­semble und Chor nach ihren Bega­bungen und Möglich­keiten einge­setzt und rück­sichts­voll geführt. Ihr Trumpf-Ass ist Irina Simmes, mit der ein neuer Stern am Opern­himmel aufgeht. Sie singt die mörde­ri­sche Partie der Violetta makellos und elegant, kontrol­liert und zugleich mit über­strö­mender Leiden­schaft. (…) Die Biele­felder Phil­har­mo­niker unter Alex­ander Kalajdzic zeigen sich in Hoch­form. (…) Strei­cher­schmelz wie selten zuvor. Ener­gie­ge­la­denes, niemals ruppiges Blech, edles, schmei­chelndes Holz. Ohne eine so gelun­gene Musik wäre die beste Insze­nie­rung nichts wert. Dem Biele­felder Theater ist ein großer Wurf von über­re­gio­naler Bedeu­tung gelungen. (…) Das Publikum reagiert mit Begeis­te­rungs­stürmen.“ Neue West­fä­li­sche, 08.10.18

Beschrei­bung

Oper in drei Akten // Text von Fran­cesco Maria Piave nach Alex­andre Dumas« La Dame aux Camé­lias // in italie­ni­scher Sprache mit deut­schen Über­ti­teln.

Anläss­lich ihrer vermeint­li­chen Gene­sung von der Tuber­ku­lose veran­staltet Violetta Valéry ein rauschendes Fest. Dabei spürt sie es ganz genau: Dieses Mal mag sie dem Tod noch einmal von der Schippe gesprungen sein, aber letzt­end­lich wurde ihr nur wenig zusätz­liche Zeit geschenkt. Die Todes­nähe verleiht ihr den Mut, ihr bishe­riges Leben zu hinter­fragen. Könnte die vereh­rungs­volle Liebe des jungen Alfredo Germont einen Ausweg bieten aus dem umschwärmten, aber gleich­zeitig einsamen Leben als begehr­teste Kurti­sane von Paris? Es lockt die Verhei­ßung auf die lang ersehnte wahre Liebe. Alfredo kann über ihre Vergan­gen­heit hinweg­sehen, doch reicht das aus für einen radi­kalen Neuan­fang? Der gesell­schaft­li­chen Haltung und der Todes­ah­nung zum Trotz wagt Violetta den Aufbruch ins Unge­wisse. Amore e morte – Liebe und Tod – wollte zunächst seine Oper nach dem Roman Die Kame­li­en­dame von Alex­andre Dumas d. J. nennen. Ein Titel, der in seiner Unbe­stimmt­heit zwar für einen Groß­teil des Opern­re­per­toires gelten könnte, aber selten so passend erscheint wie für die Geschichte der Violetta Valéry, die sich in den Span­nungs­fel­dern zwischen wahrer und käuf­li­cher Liebe, Todes­sehn­sucht und Todes­angst entfaltet. Von den ersten Klängen der Ouver­türe an konzen­triert sich Verdis Musik auf das innere Erleben der Prot­ago­nistin, deren stän­diger Begleiter der Tod ist und die dennoch voller Kraft und Lebens­freude aufbe­gehrt.

Nach dem desas­trösen Miss­erfolg der Urauf­füh­rung 1853 entwi­ckelte sich La Traviata zu einer der belieb­testen Opern der Musik­ge­schichte, ganz im Einklang mit der Einschät­zung ihres Schöp­fers: »Als Profi halte ich Rigo­letto für meine beste Arbeit, als Lieb­haber aber La Traviata

Beset­zung

Musi­ka­li­sche Leitung Alex­ander Kalajdzic Insze­nie­rung Nadja Loschky Bühne Katrin Connan Kostüme Katha­rina Schlipf Choreo­grafie Thomas Wilhelm Konzep­tio­nelle Mitar­beit Yvonne Gebauer Drama­turgie Anne Chris­tine Opper­mann Violetta Valéry Irina Simmes Alfredo Germont Daniel Pataky Giorgio Germont Evgueniy Alexiev Frank Dolphin Wong Flora Bervoix Hasti Mola­vian Annina Annika Bröns­trup Gastone Lianghua Gong Lorin Wey Baron Douphol Caio Monteiro Marquis d’Obigny Yoshiaki Kimura Doktor Grenvil Moon Soo Park M. Thomas Wilhelm Giuseppe, Violettas Diener In-Kwon Choi Krzy­sztof Gorno­wicz Ein Diener Floras Yun-Geun Choi Ramon Riemarzik Ein Bote Tae-Woon Jung Paata Tsivtsiv­adze Mit Biele­felder Opern­chor Extra­chor Biele­felder Phil­har­mo­niker

Spiel­dauer ca. 02:30 Std. Pausen­an­zahl 1 Alters­emp­feh­lung ab 13
Première Sa. 06.10.2018
Spielort Stadt­theater, Nieder­wall 27, 33602 Biele­feld

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