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Das Lucerne Festival bekommt eine neue Struktur. Mit den drei Sparten „Symphony“, „Contemporary“ und „Music for Future“ sollen die zentralen Angebote herausgestellt werden, teilten die Veranstalter am Mittwoch mit. Zudem werden neue Veranstaltungsreihen aufgelegt. „Das Corona-Virus stellt das Festival wie alle anderen Veranstalter auf eine harte Probe“, erklärte Stiftungsratspräsident Markus Hongler. Doch man habe die Krise als Chance begriffen „und die Zeit genutzt, unser strategisches Profil für die Zukunft zu schärfen“, sagte er.

Michael Haefliger, Markus Hongler

Michael Haefliger, Markus Hongler

Die Sparte „Symphony“ steht für das Orchesterprogramm mit den renommiertesten Klangkörpern der Welt. „Contemporary“ umfasst das Engagement für zeitgenössische Musik um das neugegründete Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO). Unter dem Titel „Music for Future“ widmet sich das Festival Nachwuchskünstlern und jungem Publikum.

Zu dem zentralen Festival im Sommer gesellt sich künftig im Herbst das „Lucerne Festival Forward“, das von Musikern des LFCO künstlerisch und konzeptionell gestaltet wird. Ab 2022 folgt jährlich eine Frühjahrs-Residenz des Lucerne Festival Orchestra mit zwei sinfonischen Programmen. Im Mai 2023 wird die erste Ausgabe eines dreitägigen Klavierfestivals vorgestellt, das der Pianist Igor Levit kuratiert.

Das diesjährige Sommer-Festival findet vom 10. August bis 12. September statt. Das Programm mit internationalen Stars umfasst rund 87 Sinfonie- und Kammerkonzerte sowie Rezitale, verschiedene Kinder- und Familienkonzerte und anderes. Das Angebot ist an die aktuelle Corona-Situation angepasst. Orchester und Ensembles spielen zum Teil in kleineren Besetzungen als ursprünglich vorgesehen. Der Konzertsaal des KKL Luzern wird mit jeweils maximal 1.000 Besuchern belegt.

Das Lucerne Festival wurde 1938 gegründet. Es zählt zu den renommiertesten internationalen Musikfestivals und zieht jährlich bedeutende Orchester und Künstler an. Die 81. Ausgabe 2019 bot in vier Wochen von Mitte August bis Mitte September 64 Veranstaltungen an, die mehr als 62.000 Besucher anzogen haben. Im vorigen Jahr gab es eine zehntägige Kurzfassung mit neun Konzerten. Zu den Verkaufsveranstaltungen kamen 6.200 Besucher, die Gratisveranstaltungen hatten weitere 1.200 Teilnehmer.

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