Mozarteum erwirbt bedeutende Mozart-Briefe

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Die Stiftung Mozarteum Salzburg hat drei Briefe der Familie Mozart erworben. Dabei handle es sich um die bedeutendste Erweiterung ihrer Sammlung an Originalbriefen der letzten Jahrzehnte, teilte Stiftungspräsident Johannes Honsig-Erlenburg am Dienstag in Salzburg mit. Das wichtigste der Dokumente sei das letzte erhaltene Schreiben von Wolfgang Amadeus Mozart an seinen Vater Leopold, wenige Woche vor dessen Tod am 28. Mai 1787.

Präsentation Mozart-Briefe

Präsentation Mozart-Briefe

Der Brieftext war zwar seit langem bekannt, das Schreiben selbst aber seit mehr als 90 Jahren unzugänglich. Es existierten nicht einmal Aufnahmen davon. Erst das Original zeige nun, dass der Sohn seinen Brief mit Freimaurersymbolen versehen hat. Diese ließen die berühmten Worte des Trostes in ganz neuem Licht erscheinen, hieß es. Mozart (1756–1791) schrieb an seinen Vater: „da der tod |: genau zu nemmen :| der wahre Endzweck unsers lebens ist, so habe ich mich seit ein Paar Jahren mit diesem wahren, besten freunde des Menschen so bekannt gemacht, daß sein Bild nicht allein nichts schreckendes mehr für mich hat, sondern recht viel beruhigendes und tröstendes!“

Der zweite Brief ist ein ausführliches Schreiben Leopold Mozarts von der ersten Italienreise aus Bologna vom 28. Juli 1770 an seine in Salzburg verbliebene Frau Anna Maria mit einem kurzen Postskriptum Wolfgangs in italienischer Sprache an seine Schwester Nannerl. Bei dem dritten Dokument handelt es sich um einen Brief Mozarts an sein „liebstes, bestes“ Weibchen Constanze aus dem Jahr 1789. Die Briefe befanden sich in den vergangenen Jahrzehnten in den USA in Privatbesitz.

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