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Der designierte Kantor des Dresdner Kreuzchores, Martin Lehmann, hat am Donnerstag seinen Dienstvertrag mit Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) unterzeichnet. Das teilte die Stadt mit. Der 47-Jährige soll sein Amt am 1. September 2022 antreten. Er folgt auf Roderich Kreile, der im Juli 2022 nach 25 Jahren in den Ruhestand geht.

Martin Lehmann

Martin Lehmann

Lehmann wird der 29. Kreuzkantor nach der Reformation. Im Rahmen eines Vorbereitungsvertrages wird er bereits ab Januar 2022 das Schuljahr und die Konzertsaison 2022/23 mit vorbereiten. Seine öffentliche Amtseinführung ist für den 25. September 2022 vorgesehen.

Der 1973 in Malchin (Mecklenburg-Vorpommern) geborene Lehmann ist seit 2012 künstlerischer Leiter des Windsbacher Knabenchores. Eine Findungskommission hatte ihn unter 37 Bewerbern einstimmig als neuen Kreuzkantor ausgewählt. Dresdens Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Linke) würdigte ihn als „einen der renommiertesten europäischen Chordirigenten, Kirchenmusiker und Pädagogen“.

Lehmann wuchs in Dresden auf und wurde 1983 selbst Mitglied des Kreuzchores. „Mit großer Begeisterung und innerer Demut sehe ich der Arbeit als Kreuzkantor entgegen“, sagte er. „Ziel wird sein, den Dresdner Kreuzchor und seine Leuchtkraft als älteste Kultureinrichtung der Landeshauptstadt Dresden in der Nach-Corona-Phase pädagogisch, musikalisch, strukturell und inhaltlich zu stärken.“

Das Amt des Kreuzkantors ist ein Dienstvertrag mit der Landeshauptstadt Dresden, die Rechtsträgerin des Dresdner Kreuzchores ist. Der weltweit renommierte Klangkörper wurde vor über 800 Jahren gegründet. Aktuell gibt es 140 Chorknaben im Alter zwischen acht und 19 Jahren.

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