restaurierte Fassade des historischen Schumann-Hauses in Düsseldorf

News | 31.10.2022

Schu­mann-Museum Düssel­dorf soll 2023 eröffnet werden

von Redaktion Nachrichten

31. Oktober 2022

Das Schu­mann-Museum in Düssel­dorf soll im zweiten Quartal 2023 eröffnet werden. Das teilte die Stadt am Montag mit. Die Fassade sei inzwi­schen restau­riert. Im Inneren des Gebäudes müssten noch die Ober­flä­chen der Wände, der Terraz­z­o­boden und die tech­ni­schen Ausbauten fertig­ge­stellt werden.

Schumann-Haus in Düsseldorf

Schu­mann-Haus in Düssel­dorf

Das Haus in der Bilker Straße 15 war von 1852 bis 1854 Wohn­sitz des Musik­erehe­paars Schu­mann und seiner sieben Kinder. Clara Schu­mann (1819–1896) war eine der bedeu­tendsten Pianis­tinnen ihrer Zeit, der städ­ti­sche Musik­di­rektor Robert Schu­mann (1810–1856) schuf fast ein Drittel seines kompo­si­to­ri­schen Gesamt­werks in Düssel­dorf.

„Dieses Haus ist aufgrund seiner Historie gera­dezu präde­sti­niert für die Einrich­tung eines Museums zu Ehren der Schu­manns“, sagte Düssel­dorfs Kultur­de­zer­nentin Miriam Koch bei einem Rund­gang. „Nicht nur im Innern schaffen wir dort eine museale »Schatz­kammer« – das Haus selbst wird zum Exponat.“

Künftig soll das Museum Teile der rund 1.000 Objekte und Konvo­lute umfas­senden Schu­mann-Samm­lung der Stadt öffent­lich machen. Dazu zählen nicht nur die wert­vollen Musik­hand­schriften zu Düssel­dorfer Kompo­si­tionen, sondern auch Briefe, die die beiden Künst­ler­per­sön­lich­keiten in ihrer rhei­ni­schen Zeit verfasst haben. Hinzu kommen auch persön­liche Gegen­stände aus dem Besitz der Schu­manns.

Die 2018 begon­nene Sanie­rung und Erwei­te­rung des histo­ri­schen Gebäudes in der Altstadt hatte sich durch Beschaf­fungs­schwie­rig­keiten und die Coro­na­pan­demie verzö­gert. Die Kosten stiegen auf 6,6 Millionen Euro, wozu Stif­tungen und enga­gierte Bürger 1,27 Millionen Euro beigetragen haben.

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Fotos: Landeshauptstadt Düsseldorf / Ingo Lammert