News | 20.07.2021

Pianist und Pädagoge Günter Philipp (93) gestorben

von Redaktion Nachrichten

20. Juli 2021

Der Pianist und Pädagoge Günter Philipp ist tot. Er starb am 10. Juli im säch­si­schen Wein­böhla im Alter von 93 Jahren, wie seine Witwe Ute Prugg­mayer-Philipp der Nach­rich­ten­agentur MUSIK HEUTE am Dienstag sagte.

Günter Philipp (1927-2021)

Günter Philipp (1927–2021)

Der 1927 in Sohland/​Spree gebo­rene Philipp war ein viel­fach ausge­zeich­neter Pianist. Unter anderem war er 1956 Preis­träger des 1. Inter­na­tio­nalen Schu­mann-Wett­be­werbs in . Als Klavier­päd­agoge wirkte er an der Leip­ziger Hoch­schule für Musik und ab 1972 an der Hoch­schule für Musik „, die ihn 1990 zum Professor berief. Nach seinem Eintritt in den Alters­ru­he­stand 1992 war er noch zehn Jahre lang als Hono­rar­pro­fessor in Dresden tätig. Daneben gab er zahl­reiche Meis­ter­kurse, etwa an der Hoch­schule für Musik (1991), und erhielt eine Gast­pro­fessur an der Musik­hoch­schule (1995). Phil­ipps Lehr­buch „Klavier­spiel und Impro­vi­sa­tion“ gilt als Stan­dard­werk auf dem Gebiet.

„Professor Günter Philipp hat mich persön­lich nach­haltig in meiner Studi­en­zeit geprägt“, erklärte der Rektor der Dresdner Musik­hoch­schule, Axel Köhler, in einem Nachruf. „Mit seinem Fach der freien Impro­vi­sa­tion lehrte er den bewussten Umgang mit künst­le­ri­scher Frei­heit und ermu­tigte durch seine Persön­lich­keit die Studie­renden, künst­le­risch mit sich selbst zu expe­ri­men­tieren.“

Neben der Musik war Philipp auch als Maler aktiv. Er schuf etwa 1.500 Gemälde und Aqua­relle sowie zahl­reiche Zeich­nungen. Sechs seiner Bilder sind in der Dresdner Musik­hoch­schule zu sehen.

© MH – Alle Rechte vorbe­halten.

Fotos: privat