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Die Tonhalle Maag, Interimsspielstätte des Tonhalle-Orchesters Zürich, wird in eine „Lichthalle Maag“ umgewandelt. Nach dem Auszug der Musiker werde der Konzertsaal in ein Lichtmuseum umgebaut, teilte die Maag Music & Arts AG am Mittwoch mit. Ab September 2021 sollen dort immersive Ausstellungen gezeigt werden.

Konzept Lichthalle Maag

Konzept Lichthalle Maag

Für den Weiterbetrieb als Musikhalle habe sich keine Trägerschaft finden lassen, hieß es. Auch für die Tonhalle-Gesellschaft sei es keine Option gewesen, neben ihrem Stammhaus einen zweiten großen Konzertsaal in der Stadt Zürich zu betreiben. Daher habe man mehr als 20 Varianten für ein neues Betriebskonzept geprüft und sich schließlich für ein Kunstmuseum entschieden.

Die relativ neue Form der immersiven Kunst, die Werke von Künstlern illuminiert, animiert, vertont und auf Wände, Decken und Böden projiziert, entspreche einem großen Publikumsbedürfnis. Dieses sei für einen Betrieb ohne Subventionen notwendig. Als Vorbild für die Lichthalle nannten die Betreiber das Atelier des Luminières in Paris.

Für die Zeit der Sanierung der eigentlichen Tonhalle im Kongresshaus Zürich war auf dem Gelände der ehemaligen Maag-Fabriken in Zürich-West ein neuer Konzertsaal errichtet worden. Die sogenannte Holzbox aus Fichtenholz wurde im Herbst 2017 eröffnet und verfügt über 1.220 Sitzplätze. Renommierte Musiker wie Franz Welser-Möst lobten ihre Akustik.

Zur Nutzung als Lichthalle werden aus der Holzbox die seitlichen Balkone und der Chorbalkon entfernt. Die Tonqualität soll jedoch „zu einem guten Stück erhalten bleiben“, so dass in Zukunft darin noch Events stattfinden können.

Das Tonhalle-Orchester und andere Musiker kehren im September in den Gebäudekomplex aus Kongresshaus und Tonhalle zurück. Die Sanierung hatte sich zuletzt wegen Corona-bedingter Schutzmaßnahmen verzögert. Daher wurde die ursprünglich für März 2021 geplante Wiedereröffnung auf September 2021 verschoben.

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