Die für den 6. September geplante Uraufführung der Oper „Electric Saint“ von Stewart Copeland wird um ein Jahr verschoben. Die Koproduktion von Deutschem Nationaltheater Weimar (DNT) und Kunstfest Weimar soll nun im Spätsommer 2021 Premiere feiern, teilten beide Einrichtungen am Dienstag mit. Wegen der Corona-bedingten Hygiene- und Abstandsregelungen sei eine adäquate künstlerische Umsetzung der Inszenierung nicht möglich. Zudem führten die international geltenden Reisebeschränkungen zu großer Unsicherheit in der Projektplanung.

Copeland, Hemke, Moore

Copeland, Hemke, Moore

Wir standen vor der Entscheidung, das außergewöhnliche Werk den gegebenen Umständen anzupassen und damit in seiner künstlerischen Wucht zu schmälern – oder aber im kommenden Jahr das ganze faszinierende Potential dieser Uraufführung zu präsentieren“, erklärte DNT-Operndirektor Hans-Georg Wegner. Gemeinsam mit dem Team um Komponist Copeland und Regisseur Jonathan Moore habe man entschieden, „an der großen Vision dieser Uraufführung festzuhalten“.

Mit der Verschiebung der Opern-Produktion entfalle ein Kernstück des diesjährigen Kunstfest-Programms, ergänzte dessen künstlerischer Leiter Rolf C. Hemke. „Es war das erste Großprojekt, das ich bei meiner Amtsübernahme 2018 angeschoben habe, aber die Umstände lassen uns keine Wahl.“ Die Veranstalter arbeiten an einem alternativen Festivalprogramm. So gebe es Überlegungen, mit kleineren Open-Air-Projekten oder einem Drive-In-Theater bereits zum geplanten Eröffnungstermin am 26. August zu starten und ab dem 1. September die Spielstätten des Nationaltheaters zu nutzen.

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