Camilla Nylund verkörpert die Frau in David Hermanns Inszenierung von Arnold Schönbergs Monodram Erwartung an der Oper von Frankfurt. Die Premiere ist am 16. Januar 2022. 

Zu einer operettenhaften Satire über die Unbeständigkeit der Gegenwart in Sachen Liebe und Kunst komponierte Arnold Schönberg 1929 die erste Zwölftonoper Von heute auf morgen. Der Regisseur David Hermann eröffnet mit dem Werk, in dem eine Frau mit modischem Flitter alle Anstrengungen unternimmt, um ihren Mann zu halten, seinen Opernabend. Unter dem Titel Warten auf heute lässt er ein Paar verschiedene Entwicklungen seiner Beziehung durchlaufen. An Schönbergs Begleitmusik zu einer Lichtspielszene, in der sich das Gemeinsame des Paares auflöst, fügt er Sechs Monologe aus Jedermann.

Der Dirigent Alexander Soddy
Übernimmt die musikalische Leitung des Abends: Alexander Soddy
(Foto: © Gerard Collett)

Frank Martin greift in diesem Liederzyklus Hugo von Hofmannsthals „Spiel vom Sterben des reichen Mannes“ auf und zeigt einen Mann, gesungen von Martin Kränzle, am Ende seines Lebens. In dunkler Nacht allein erwartet die Frau, verkörpert von Camilla Nylund, gequält von Ängsten, Eifersucht und Rachegedanken, in Schönbergs Monodram Erwartung am Ende den Geliebten. Psychoanalytisch geschult, gestaltete Marie Pappenheim, in ihrem Text alle Gefühle seelischer Unruhe und lieferte die ideale Vorlage, um Schöngers Klangfantasie zu entfesseln. Musikalisch geleitet wird der vierteilige Abend von Alexander Soddy.

Informationen zu den weiteren Aufführungen des Opernabends Von heute auf morgen an der Oper Frankfurt am 20., 23., 28. und 30. Januar sowie am 2. und 5. Februar 2022 unter: oper-frankfurt.de

Fotos: Anna S.

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