Die Playlist von...

Genova & Dimitrov

von crescendo Redaktion

27. April 2021

Genova & Dimitrov widmen sich auf ihrem Album Sergei Rachmaninow. CRESCENDO hat das Klavierduo seine Lieblingsaufnahmen verraten.

Das Klavierduo sitzt seit 25 Jahren gemeinsam an den Tasten. Zum Jubi­läum haben die beiden Pianisten Aglika Genova und Liuben Dimitrov sich einen Herzens­wusch erfüllt und das Gesamt­werk für Klavierduo von als Doppel-CD einge­spielt.

Die Play­list von Genova & Dimitrov

1. Bellini: I Capu­leti e i Montecchi | , u.a., , (DG)
Eine wahre Stern­stunde des Belcanto! Zwei in Charakter und Timbre so unter­schied­liche Traum­stimmen in perfekter Synthese der Zwei­sam­keit, die der Liebes­ge­schichte von Romeo und Giuli­etta gesang­li­chen Ausdruck verleihen. Fabio Luisi und die Wiener Sympho­niker sind hier pracht­voll nuan­ciert. Nicht nur aufgrund unserer eigenen Vorge­schichte als Kinder von Opern­fa­mi­lien bleibt uns also diese atem­be­rau­bende und immer noch als Geheim­tipp geltende Oper ein stän­diger Begleiter.

2. Gershwin Reim­agined. An American In London | Shelly Berg, Royal Phil­har­monic Orchestra, José Serebrier (Decca)
Shelly at his best! Bereits beim aller­ersten Besuch seines Live-Konzerts hat uns dieser mehr­mals Grammy nomi­nierte Jazz-Pianist, Kompo­nist, Arran­geur und Produ­zent von der ersten Sekunde an mit seiner abso­luten Hingabe und unglaub­li­chem Charisma auf seine Seite gezogen. In dieser CD eröffnet er völlig neue faszi­nie­rende Einblicke in Gershwins Musik. Seine „Martha und Mary Medi­ta­tion“ für 2 Klaviere war damals ein wahres Geschenk für uns.

3. Hora Cero | (Sony)
Die 12 Celli-Magier, wie wir diese Musi­ker­kol­legen nicht erst seit unserer gemein­samen -Preis­ver­lei­hungs­gala 2017 gern nennen, erschaffen in diesem Album ein rich­tiges Kalei­do­skop, in dem sie Stile und Rhythmen aufbre­chen, um sie dann wunderbar natür­lich mitein­ander verschmelzen zu lassen. Sie nutzen alle Klang­mög­lich­keiten ihrer Instru­mente aus, um uns die Welt von Astor Piaz­zolla, Pasquale Stefano, Horacio Salgan und José Carli zu eröffnen.

4. Jean Michel Jarre: Waiting for Cous­teau (Sony)
Jedes der Werke dieses visio­nären Ausnah­me­künst­lers erzählt eine Geschichte. In diesem Album muss man einfach die titel­ge­bende Nummer vier gehört haben – es ist eine leben­dige Stille da, die man wahr­nimmt – eine allum­fas­sende starke Kraft, die einen in die tiefsten Medi­ta­ti­ons­zu­stände zieht und gleich­zeitig mit purer Energie auflädt.

5. : Der Feuer­vogel | City of Birmingham Orchestra, ()
Klang­magie vom ersten Moment an. Andris Nelsons führt das Orchester präzise und durch­hörbar, gleich­zeitig immer sehr farbig und intensiv im Ton – vom leisesten Pianis­simo bis zum glor­rei­chen Tutti. Seine durchweg relativ zügigen, aber nie gehetzten Tempi sorgen für einen nie abrei­ßenden Span­nungs­faden, und der Höllen­tanz Kast­schejs hat wunderbar zu Tage tretende barba­ri­sche Züge. Ganz großes Kino!

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Genova & Dimitrov im Gespräch über ihr Rachmaninow-Album, Ehrgeiz, Demut und Emotionen unter: CRESCENDO.DE

Fotos: Irene Zandel