Mit einer Veranstaltung in der Konzertkirche Neubrandenburg werden die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern am (heutigen) Samstag offiziell eröffnet. Musiker der NDR Radiophilharmonie spielen in Kammermusikbesetzung Werke von Brahms und Mendelssohn Bartholdy. Wegen der Corona-Pandemie dürfen vor Ort nur 55 Zuschauer teilnehmen. Dafür wird das Eröffnungskonzert erstmals als kostenloser Livestream im Internet übertragen. Bereits am Freitagabend gab das Signum Saxophone Quartet ein „Rettungsschirmkonzert“ auf Gut Ulrichshusen, bei dem die 68 zugelassenen Besucher bildlich den Rettungsschirm für das Festival aufspannten.

Rettungsschirmkonzert Ulrichshusen

Rettungsschirmkonzert Ulrichshusen

Nachdem das ursprünglich geplante Jubiläumsprogramm abgesagt werden musste, findet nun eine Konzertreihe unter dem Titel „30 – mal anders“ statt. „Die Jubiläumsausgabe unseres 30. Festspielsommers lassen wir uns nicht nehmen“, erklärte Intendant Markus Fein. „Gerade in ungewöhnlichen Zeiten wie diesen ist es für uns Herzensangelegenheit und Verpflichtung zugleich, Konzerte in Mecklenburg-Vorpommern zu veranstalten und ein Zeichen für die Kultur zu setzen.“

Alle Veranstaltungen werden wegen der notwendigen Absprachen mit den zuständigen Gesundheitsämtern jeweils kurzfristig bekannt gegeben. Als Gäste erwarten die Festspiele Künstler wie den Cellisten Daniel Müller-Schott und Annika Treutler am Klavier, den Geiger Daniel Hope, den Klarinettisten Matthias Schorn, das Armida Quartett, die sizilianische Sängerin Etta Scollo und das Vokalensemble amarcord.

Die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern zählen zu den drei führenden klassischen Musikfestivals in Deutschland. Im vorigen Jahr bilanzierte Intendant Fein mehr als 94.000 Besucher bei 191 Konzerten, davon 84.500 Gäste bei den 152 Veranstaltungen des Festspielsommers.

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