Vladimir Jurowski, Chefdirigent des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin

News | 10.05.2022

Rund­funk-Sinfo­nie­or­chester Berlin steuert auf Jubi­läum zu

von Redaktion Nachrichten

10. Mai 2022

Die Saison 202223 steht für das Rund­funk-Sinfo­nie­or­chester Berlin (RSB) zum Teil schon im Zeichen seines 100-jährigen Bestehens. Das sagte Chef­di­ri­gent Vladimir Jurowski am Dienstag bei der Programm­vor­stel­lung. Der Groß­teil der Jubi­lä­ums­ver­an­stal­tungen werde erst 202324 statt­finden. Das RSB führt seine Exis­tenz auf die erste „Funk-Stunde Berlin“, die erste Sendung des öffent­li­chen Rund­funks in Deutsch­land über­haupt, am 29. Oktober 1923 zurück.

Vladimir Jurowski (Foto: © Robert Niemeyer)

Vladimir Jurowski (Foto: © Robert Niemeyer)

Einige Programme der kommenden Spiel­zeit sind der Geschichte des Klang­kör­pers gewidmet: Kompo­nisten wie Zemlinsky, Weill, Berg, Stra­winsky und Prokofjew haben im ersten Jahr­zehnt mit dem Orchester gear­beitet. „Aber auch heraus­ra­gende Kompo­nisten aus der DDR-Epoche wie werden nicht fehlen“, so Jurowski. Zudem erklingen Meis­ter­werke der Sinfonik wie Mahlers 5. oder Schosta­ko­witschs 4. Sinfonie sowie Musik des 21 Jahr­hun­derts. „Dass mit , und Bernard Labadie Vertreter der histo­risch infor­mierten Auffüh­rungs­praxis am Pult stehen werden, zeigt die stilis­ti­sche Viel­falt des RSB“, erklärte Jurowski.

Im Silves­ter­kon­zert will das Orchester ein weiteres Zeichen gegen den Krieg in der Ukraine setzen: „In der 9. Sinfonie von Beet­hoven werde ich das Podium mit der ukrai­ni­schen Diri­gentin Nata­lija Ponom­art­schuk teilen“, sagte Jurowski. „Nach der von mir diri­gierten Urauf­füh­rung von Ralf Hoyers Werk „Prolog“ und den ersten beiden Sätzen der Sinfonie kann niemand besser als eine ukrai­ni­sche Diri­gentin Schil­lers und Beet­ho­vens Aufruf zum Frieden über­bringen.“

Jurowski wirkt seit 2017 als Chef­di­ri­gent und künst­le­ri­scher Leiter des RSB. Seit 202122 ist er zudem Gene­ral­mu­sik­di­rektor der Baye­ri­schen Staats­oper. Dort folgte er auf seinen Lands­mann Kirill Petrenko, der im Sommer 2019 die Leitung der Berliner Phil­har­mo­niker über­nahm.

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Fotos: Robert Niemeyer