Die Verantwortlichen von acht österreichischen Orchestern wollen ihrem Publikum den Besuch von Opernaufführungen und Konzerten wieder ermöglichen. Parallel zur Wiedereröffnung von Industrie, Handel und Bildungseinrichtungen müsse die Wiederaufnahme des Spielbetriebs angestrebt werden, hieß es in einem gemeinsamen Schreiben an Kunststaatssekretärin Ulrike Lunacek (Grüne).

Wiener Symphoniker

Wiener Symphoniker

Seit dem im März verhängten Lockdown wegen der Ausbreitung des Corona-Virus gebe es im Kulturland Österreich keine Konzert- und Kulturveranstaltungen mehr. Gleichwohl wirkten Kunst und Kultur nachgewiesenermaßen gesundheits- und entwicklungsfördernd und seien für viele Menschen unverzichtbarer Bestandteil ihres Lebens. Zudem habe für Musiker die Wiederaufnahme ihrer beruflichen Tätigkeit nicht nur wirtschaftliche, sondern auch sozialmedizinische Aspekte.

Unter Anwendung verschiedener Maßnahmen sei ein ordentlicher Proben- und Spielbetrieb möglich, erklärten die Orchester. Unter anderem müsse auf der Bühne und im Orchestergraben jeweils ein Meter Mindestabstand zwischen Musikern eingehalten und vor Bläsern Plexiglas-Wände aufgestellt werden. Im Backstage-Bereich werde das Tragen von Mund-Nase-Schutz-Masken empfohlen. Musiker sollten sich täglich selbst auf mögliche Corona-Symptome überprüfen.

Die Stellungnahme wurde unterzeichnet von den Intendanten, Geschäftsführern und Verantwortlichen des Bruckner Orchesters Linz, der Grazer Philharmoniker, des Kärntner Sinfonieorchesters, des Mozarteumorchesters Salzburg, des ORF Radio-Symphonieorchesters Wien, des Tiroler Symphonieorchesters Innsbruck, des Tonkünstler-Orchesters Niederösterreich und der Wiener Symphoniker.

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Lunacek will bis Freitag einen Fahrplan vorlegen, wie kulturelle Veranstaltungen im Juli und August stattfinden können. Voraussetzung seien niedrige Corona-Infektionszahlen, sagte sie am Dienstag im ORF-Rundfunk.

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