News | 08.04.2022

Regis­seur Hell­muth Matiasek (90) gestorben

von Redaktion Nachrichten

8. April 2022

Der öster­rei­chi­sche Regis­seur Hellmut Matiasek ist tot. Er sei im Alter von 90 Jahren gestorben, schrieb das Münchner am Freitag auf seiner Inter­net­seite. Von 1983 bis 1996 war Matiasek Inten­dant des Hauses. Danach wirkte er bis 2008 als Künstler Leiter der Carl-Orff-Fest­spiele in . Von 2000 bis 2003 war er zudem Präsi­dent der Baye­ri­schen Thea­ter­aka­demie „August Ever­ding“.

Hellmuth Matiasek (1931-2022)

(1931–2022)

Bayerns Kunst­mi­nister (CSU) würdigte Matiasek als einen Titanen des Thea­ters und echtes Bühnen-Univer­sal­ta­lent. „Im In- und Ausland war er als Regis­seur, als Inten­dant und nicht zuletzt auch als Lehrer überaus erfolg­reich und aner­kannt“, erklärte Blume. Der Kultur­staat und das Publikum könnten sich sehr glück­lich schätzen, Matiasek als Inten­danten erlebt zu haben.

Der 1931 in gebo­rene Matiasek studierte Regie und Schau­spiel am dortigen Max-Rein­hardt-Seminar der Univer­sität für Musik und darstel­lende Kunst sowie Thea­ter­wis­sen­schaft, Musik­wis­sen­schaft, Germa­nistik und Philo­so­phie an der Univer­sität Wien. Zunächst als Regis­seur tätig, über­nahm er bereits 1962 seine erste Inten­danz am Landes­theater . Neben seinen festen Enga­ge­ments insze­nierte er als Gast etwa an der Hambur­gi­schen Staats­oper, der Staats­oper , dem sowie bei den Salz­burger und den Bregenzer Fest­spielen. Von 1972 bis 1978 war er auch Direktor der Otto--Schule für darstel­lende Kunst in . Er erhielt unter anderem das Bundes­ver­dienst­kreuz 1. Klasse Deutsch­lands (1992), den Baye­ri­schen Verdienst­orden (1996) und das Große Ehren­zei­chen für Verdienste um die Repu­blik Öster­reich (2016).

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Fotos: Verleihung Großes Ehrenzeichen der Republik Österreich 2016