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Die Salzburger Mozartwoche soll trotz der Corona-Pandemie Ende Januar 2021 stattfinden. Das ursprünglich geplante Programm werde nur etwas abgewandelt, teilte die Stiftung Mozarteum am Donnerstag mit. Die szenischen Aufführungen müssten verschoben werden. Zahlreiche Künstler und Orchester hätten aber zugesagt, ihre Konzerte zweimal zu spielen. Insgesamt sei die Mozartwoche das erste Festival des Jahres in voller Länge und Umfang. Vom 21. bis 31. Januar soll es 56 Veranstaltungen geben. Möglich mache das ein behördlich genehmigtes Präventionskonzept, das seine Wirksamkeit bereits mehrfache bewiesen habe.

Rolando Villazón

Rolando Villazón

Unter dem Motto „Musico drammatico“ widmet sich das kommende Festival schwerpunktmäßig den Kompositionen in Moll, bei welchen die unmittelbare dramatische Wirkung besonders spürbar wird. „Mozart war in all seinen Werken ein Meister der Dramatik und der menschlichen Geschichten – in seinen Opern, Symphonien und Konzerten gleichermaßen“, erklärte Intendant Rolando Villazón.

Als Gäste erwartet das Festival Hochkaräter wie die Wiener Philharmoniker unter Leitung von Alain Altinoglu, das Mahler Chamber Orchestra mit Mitsuko Uchida, das Tastenduo Martha Argerich und Daniel Barenboim und viele mehr. Im Eröffnungskonzert dirigiert Keri-Lynn Wilson das Mozarteumorchester Salzburg mit Xavier de Maistre an der Harfe und Flötistin Mathilde Calderini. Zuvor wird eine bisher unbekannte Komposition von Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791) erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Der US-Pianist Robert Levin spielt das Allegro in D‑Dur KV 626b/16, ein dreiteiliges, tanzartiges Stück. Die Stiftung Mozarteum habe das Autograph noch vor der Corona-Krise erworben und mittlerweile verifizieren lassen. Das Abschlusskonzert gestalten das Collegium 1704 mit Václav Luks am Pult und Mojca Erdmann als Solistin.

Die Mozartwoche findet seit 1956 jährlich um den Geburtstag des Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart am 27. Januar in Salzburg statt. Das Festival versammelt die besten Orchester, Ensembles und Solisten auf dem Gebiet der Mozart-Interpretation. Zu den 59 Veranstaltungen Anfang 2020 kamen über 30.000 Gäste, mehr als je zuvor. Die Auslastung betrug 91 Prozent.

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