News | 20.05.2021

Ulrich Peters wird Inten­dant am Staats­theater Karls­ruhe

von Redaktion Nachrichten

20. Mai 2021

Das Badi­sche Staats­theater bekommt einen neuen Inten­danten. Der Verwal­tungsrat entschied sich am Donners­tag­abend bei einer Sonder­sit­zung einstimmig für den lang­jäh­rigen Thea­ter­leiter und Musik­theater-Regis­seur (65), wie das -würt­tem­ber­gi­sche Kunst­mi­nis­te­rium mitteilte. Der gebür­tige Stutt­garter folgt zum 1. September 2021 auf Peter Spuhler, der eben­falls einstimmig zum 31. August als Gene­ral­inten­dant abbe­rufen wurde.

Ulrich Peters

Ulrich Peters

Peters soll das Badi­sche Staats­theater für eine Inte­rims­zeit von drei Jahren leiten. „Er wird eine ganz entschei­dende Rolle einnehmen und ein wesent­li­cher Baustein im einge­lei­teten Zukunfts­pro­zess des Hauses sein“, sagte Kunst­mi­nis­terin und Verwal­tungs­rats­vor­sit­zende Theresia Bauer (Grüne). Derzeit ist Peters Gene­ral­inten­dant am Theater . Sein dortiger Vertrag, der noch bis August 2022 läuft, werde mit Zustim­mung des Müns­te­raner Ober­bür­ger­meis­ters Markus Lewe (CDU) vorzeitig aufge­löst.

Der künf­tige Inten­dant war schon von 1997 bis 1999 in Karls­ruhe tätig, damals als Ober­spiel­leiter des Musik­thea­ters und Leiter der Händel-Fest­spiele. Danach wirkte er bis 2007 als Inten­dant am Theater , anschlie­ßend am Münchner und seit 2012 in Münster.

Während Peters« Inte­rim­s­phase wird die Thea­ter­lei­tung, die aus dem Gene­ral­inten­danten und dem Geschäfts­füh­renden Direktor Johannes Graf-Hauber besteht, um die Künst­le­ri­sche Betriebs­di­rek­torin Uta-Chris­tine Depper­mann erwei­tert.

Die Abbe­ru­fung von Gene­ral­inten­dant Spuhler wurde nach Kritik an dessen Führungs­stil einge­leitet. Der Perso­nalrat sprach im vorigen Sommer in einem offenen Brief von einem „toxi­schen Arbeits­klima“. Mehr als ein Drittel der 850 Mitar­beiter demons­trierte für einen Neuan­fang ohne Spuhler. Damals hielt der Verwal­tungsrat mit Bauer und Karls­ruhes Ober­bür­ger­meister Frank Mentrup (SPD) an der Spitze noch an ihm fest.

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