Der Regisseur Martin G. Berger ist mit dem Theaterpreis Der Faust ausgezeichnet worden. Der gebürtige Berliner erhielt die undotierte Ehrung am Samstagabend für seine Inszenierung von Richard Strauss‘ „Ariadne auf Naxos “ am Deutschen Nationaltheater Weimar, wie der Deutsche Bühnenverein mitteilte. Die Verleihung im Staatstheater Hannover war Pandemie-bedingt digital vorproduziert worden und wurde auf der Website der Veranstalter gezeigt.

"Ariadne auf Naxos"

Ariadne auf Naxos“

Zwei Auszeichnungen gingen an das Theater Bremen. Den Preis als bester Sängerdarsteller gewann der Bassist Patrick Zielke für seinen Baron Ochs in Strauss‘ „Der Rosenkavalier“. In der Kategorie „Regie Kinder- und Jugendtheater“ wurde Antje Pfundtner für „Ich bin nicht Du“ geehrt.

Im Bereich Schauspiel wurden die Regisseurin Ewelina Marciniak für „Der Boxer“ am Hamburger Thalia Theater und Astrid Meyerfeld als Darstellerin der Mary Tyrone in „Eines langen Tages Reise in die Nacht“ am Schauspiel Köln ausgezeichnet. Im Bereich Tanz ging der Preis an den Choreografen Bryan Arias für „29 May 1913“ des Hessischen Staatsballetts Darmstadt/Wiesbaden sowie die Darsteller Lucy Wilke und Pawel Duduś für „Scores that shaped our friendship“ (Tanztendenz München e.V./Schwere Reiter). Die Auszeichnung in der Kategorie Bühne/Kostüm ging an Markus Selg (Bühne & Video) und Rodrik Biersteker (Video) für „Ultraworld“ an der Volksbühne Berlin. Den Preis für sein Lebenswerk erhielt der Choreograf William Forsythe.

Der zum 15. Mal verliehene Faust würdigt Kulturschaffende, deren Arbeit wegweisend für das deutsche Theater ist. Die Auszeichnung wird von der Kulturstiftung der Länder, der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste, dem Deutschen Bühnenverein und einem jährlich wechselnden Bundesland vergeben. Über die Preisträger hat eine fünfköpfige Jury entschieden, die von der Akademie der Darstellenden Künste benannt wurde.

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